TV Germania Marterloh1876 gegründet,

gehört zu den "dienstältesten" Sportclubs der Stadt Dortmund!

Im Dortmunder (Handball) Westen ist der Club schon seit nunmehr 130 Jahren eine feste Größe und der Name bürgt für solide Vereinsarbeit! Im Jahre 1876 wurde in der damaligen Gemeinde Marten im Lokal Wieschemann, Holtkestrasse - heute Hangeneystrasse - der Turnerbund Germania Marterloh gegründet. Idealismus, Opferbereitschaft, Treue und Kameradschaft zählen in dieser vergangenen Zeit zu den größten Faktoren die es überhaupt ermöglichten, das Erbe der Gründer zu erhalten und der Zeit entsprechend weiterzuführen. Die Gründer des Vereins waren die Kameraden Wilhelm Fiel, Adolf Piel, Heinrich Niederschelp, Heinrich Jungholdt und Herr Walkenhorch. Sie veranlassten viele Martener Bürger, dem Verein beizutreten, so dass man schon sehr bald über einhundert Mitglieder zählte. Man befasste sich zunächst hauptsächlich mit der Leichtathletik.

Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde im Vereinsprogramm das Handballspiel aufgenommen, dass jedoch als Neuland nicht die Zustimmung aller Mitglieder fand. Viele sahen die Aufgabe nur darin, bei der Leichtathletik und dem Turnen zu bleiben, so das es hier zu Unstimmigkeiten kam. Da es zu keiner geschlossenen Einigkeit kam, trennte man sich in sportlicher und fairer Weise und gründete im Jahre 1902 den Turnerbund 1902 Marterloh.

Im Jahr 1929 wurde die „Freie Deutsche Handballschaft“ ins Leben gerufen und nunmehr war das Handballspiel die dominierende Sportart des TV Germania Marterloh. Da man zu dieser Zeit über keinen eigenen Sportplatz verfügte, wurde der Spielbetrieb zunächst auf dem früheren Gelände des Arminius Marien aufgenommen.

Anfang der Dreißiger Jahre erwarb man - trotz der großen Weltwirtschaftskrise - das Gelände an der alten Ziegelei an der Bärenbruchstraße. Durch tatkräftige Mitarbeit und großem Einsatz konnten wir mit Stolz und großer Freude im Jahre 1931 die Platzeinweihung vornehmen. Die darauf folgenden Jahre zählten zu den erfolgreichsten unseres Vereins.

Die Germania gehörte bald im Westen Dortmunds zu den stärksten Clubs. Einen Rückschlag brachte uns der Ausbruch des 2. Weltkrieges der sich in den darauf folgenden Jahren katastrophal auswirkte. Fast sämtliche Spieler wurden einberufen und der Sportbetrieb konnte nicht mehr aufrechterhalten werden. Auf unserer Sportanlage wurde ein Barackenlager für Kriegsgefangene errichtet, so das der Platz verloren ging. Wir standen vor dem Nichts!

Der TV Germania musste mehrmals "umziehen", einige Sportler kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück.

Nach dem Krieg begannen wir in mühevoller Kleinarbeit den Spielbetrieb auf fremdem Plätzen langsam wieder aufzunehmen. Wir waren hier auf die Unterstützung fremder Vereine angewiesen. Unter der Führung unseres neuen Vorsitzenden Herrn Fritz Schank ging es dann wieder bergauf. Der wieder sehr bekannt gewordene Verein im Bereich Kirchlinde/Marten hatte wieder in all den Jahren einen ausgezeichneten Ruf im Handball-Geschäft erworben. Der Aufbau einer starken Jugendabteilung stand im Mittelpunkt. Daran hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert. Es gelang uns, im Jahre 1952 mit dem Eigenbau eines Sportplatzes am alten evangelischen Friedhof in Marten zu beginnen.

Durch seinen mühevollen, unermüdlichen Einsatz und seiner Bescheidenheit gelang es Herrn Schank, die Unterstützung der Stadt Dortmund und der Regierung in Arnsberg zu gewinnen.

In monatelangen und vom Gemeinschaftsgeist getragenen Einsatz sowie der Beihilfen von Stadt und Land konnten wir diese neue Anlage im Jahre 1953 unter starker Anteilnahme der Bevölkerung seiner Bestimmung übergeben.

Wir gaben der Sportanlage den Namen „Stadion Olleroh", ein Begriff, der den, alten Martener Bürgern heute noch bekannt sein dürfte. Von nun an begann eine rege Vereinstätigkeit und die Zahl der Mitglieder wuchs weit über die 100 hinaus. Es war für uns eine große Freude, nunmehr wieder schalten und walten zu können, und das auf einer eigenen Vereinsanlage. Durch den Bau einer neuen Verbundsstraße zur Autobahn Sauerland-Linie wurde uns der vereinseigene Platz später wieder genommen. Kurz gesagt, man nahm uns zwangsweise wieder einmal unsere Existenzgrundlage.

Im Jahre 1962 führte unser Verein ein internationales Handballturnier durch, an dem namhafte Vereine aus dem In- und Ausland teilnahmen.

Im Verlauf der darauf folgenden Jahre standen uns für Trainingszwecke in den Wintermonaten die Turnhallen im Jungferntal in Dortmund-Rahm sowie späterhin auch in Dortmund-Westrich zur Verfügung. Im Laufe der Zeit fand das Kleinfeld immer mehr Beliebtheit und heute gibt es, nur noch wenige Vereine, die das Großfeld bevorzugen.

Seit 30 Jahren finden jährliche Sommer- und Winter Handballturniere statt. Diese Veranstaltungen rufen auch immer wieder eine große Resonanz bei allen Handballfreunden hervor. Seit der Gründung des alljährlichen Martener Volksfestes (MaVoFe) vor 40 Jahren, hat die Germania-Abteilung auf der bekannten Kirmes einen eigenen Wurstverkaufsstand. Seit März 1992 gehört die Germania auch der Interessengemeinschaft Kirchlinder Vereine e.V. an.

Im Februar 1989 begann für den TV Germania eine ganz neue Ära. Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde eine gemischte F-Jugend gegründet und nahm am Spielgeschehen teil. Nach dem sehr erfolgreichen ersten Jahr wurden dann im Jahre 1990 zwei E-Jugendmannschaften gegründet (m/w). Im Jahre 1991 kam eine D-Jugend (m/w) hinzu, ferner im April 1992 eine weibliche C-Jugendmannschaft.

Im Jahre 1995 ist die Germania eine Handball-Spielgemeinschaft mit dem TV „Starke Eiche“ Westrich eingegangen.

Das Geburtsjahr unserer heutigen HSG Marterloh/Westrich.

Im Jahr 2006 haben wir 7 Jugend, 2 Senioren und eine Damenmannschaft. Die 1.Mannschaft hat den Aufstieg in die Kreisliga geschafft und wir alle hoffen auf weitere erfolgreiche aber vor allen Dingen harmonische Jahre.

Im April 2009 wurde die HSG Marterloh/Westrich wieder aufgelöst.

Im Jahr 2011: Die 1.Herren und die Damen Mannschaft sind Meister geworden und steigen jeweils in die Kreisliga auf!

In die Saison 2011/12 starten wir mit folgenden Mannschaften: 1./2./3. Herren, Damen, w.A-Jugend, w.D-Jugend und Minis

In die Saison 2013/14 starten wir mit folgenden Mannschaften: 1. und 2. Herren, Damen, w.C-Jugend und m.E-Jugend

2014: Unsere m.E-Jugend wird unter dem Trainer Dirk Grimmenstein Meister und die Damenmannschaft löst sich auf.

In die Saison 2014/15 starten wir mit folgenden Mannschaften: 1. und 2. Herren, m.A-Jugend, m.D-Jugend und w.B-Jugend

Allen unseren Mitgliedern sowie den Freunden und Gönnern unseres Vereins danken wir an dieser Stelle nochmals recht herzlich für ihre Mitarbeit, für das Verständnis und die Unterstützung.

Weltanschauung und Politik können Gegensätzlichkeiten hervorrufen. Sport aber sollte und müsste der Garant für ein friedliches Miteinanderleben sein und bleiben. Sport ist der Gesundbrunnen der Freude, aus dem alle - jung und alt - neue Kraft schöpfen können. Denn auch heute und in Zukunft bewahrheitet sich der Ausspruch von Turnvater Jahn:

„Nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist."